Bestandene Gürtelprüfung im Ju-Jutsu

Am 31.05.2016 führte die Ju-Jutsu- Gruppe der TG Biberach eine Gürtelprüfung bei den oberen Schülergraduierungen durch. Geprüft wurde zum Blaugurt (2. Kyu) und zum Braungurt (1. Kyu), der zugleich der letzte Schülergrad vor dem schwarzen Gürtel (1. DAN) ist.

Ju-Jutsu ist primär ein waffenloses Selbstverteidigungssystem und setzt sich aus Grundtechniken des Aikido, Judo und Karate zusammen. Daneben kommen Stockkampfsportarten wie Bo-Jutsu und Techniken der philippinischen Stockkampfkünste zum Einsatz. Aus allen Techniken können effektive Kombination zusammengestellt und gegen jegliche Art von (Waffen-) Angriffen eingesetzt werden.

Als Prüfungskommission fungierten Ralf Schadwinkel (3. DAN Ju-Jutsu) von der TG Biberach und als Fremdprüfer Werner Aßfalg (4. DAN Ju-Jutsu) vom Nachbarverein Jiu-Jitsu- Laupheim.

Neben Falltechniken wie Rollen und Stürze unter Einwirkung eines Gegners wurden verschiedenste Verteidigung Situationen unter Einsatz von Hebel-, Würge-, Atemi- und Wurftechniken sowie die Befreiung aus Festhaltetechniken am Boden abgeprüft. Stockangriffe aus allen Angriffsrichtungen gegen Kopf und Körper mussten ohne Eigengefährdung abgewehrt und die Waffe abgenommen werden.

Zwei Stunden später waren beide Prüfer mit den gezeigten technischen und konditionellen Leistungen, vor allem der beiden „Senioren“ Markus Reinold (57 Jahre) und Albert Hummel (59 Jahre), zufrieden. Sie gratulierten Markus Reinold zum bestandenen blauen Gürtel (2. Kyu) sowie Christoff Hauf, Arman Hubert und Albert Hummel zum braunen Gürtel (1. Kyu).
Von Links: Prüfer Ralf Schadwinkel, Christof Hauff, Arman Hubert, Albert Hummel, Markus Reinhold, Fremdprüfer Werner Aßfalg

Am 27.07.2016 fanden sich neun weitere Ju-Jutsu- Schützlinge (Träger des weißen, gelben und orangen Gürtels) auf der Matte ein, um zum nächsthöheren Gürtel abgeprüft zu werden.

Begonnen wurde mit Bewegungsformen in Verbindung mit Passiv- und Aktivblöcken.

Die Anwärter zum Grüngurt demonstrierten, wie man bei eigener Bodenlage durch Stellungswechsel einen Angreifer auf Distanz halten kann und aus dieser nachteiligen Lage schnell wieder in den Stand gelangen kann.

Bei den Falltechniken zeigten alle Prüflinge, dass sie verletzungsfrei auch auf hartem Boden aufkommen konnten.

Schlagangriffe, versuchte Körperumklammerungen oder Fassangriffe wurden mittels Handfegetechniken, Grifflösen und Griffsprengen bzw. geeigneten Hebeltechniken, Wurftechniken oder Schlag-, Stoß-, und Tritttechniken abgewehrt.

Hier darf insbesondere angemerkt werden, dass Bruno Baltres (64) sowie Wilfried Thanner (52) als die beiden Ältesten für ihre Grüngurtprüfung auch das umfangreichste Prüfung Programm zu absolvieren hatten.

Der Prüfer Ralf Schadwinkel (3. DAN) attestierte allen Teilnehmern durchschnittlich gute Leistungen und gratulierte zur bestanden Prüfung.

Gelber Gürtel (7. Kyu):
Markus Steinhart, Jeremias Bayer, Nina Thormaier, Thorsten Wittek

Oranger Gürtel (5. Kyu):
Jan Schmid, Alexander Benz, Matthias Brax

Grüner Gürtel (3. Kyu):
Wilfried Thanner, Bruno Baltres


Von Links stehend: Prüfer Ralf Schadwinkel, Wilfried Thanner, Nina Thormaier, Jeremias Bayer,Markus Steinhart, Thorsten Wittek, Alexander Benz Von Links in Hocke: Bruno Baltres, Matthias Brax Es fehlt Jan Schmid

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gürtel.

Text von Ralf Schadwinkel und Bruno Baltres, Bilder von Ralf Schadwinkel