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Zwei neue DAN-Träger im Hanbo-Jutsu

Ralf Schadwinkel, 3. DAN Ju-Jutsu, (Schwarzgurt) und Markus Reinold, 2. Kyu Ju-Jutsu (Blaugurt) und 1. DAN Taekwondo von der Sparte Ju-Jutsu haben am 29.06.2019 in Bietigheim erfolgreich die Prüfung zum Schwarzen Gürtel (1. DAN) im Hanbo-Jutsu bestanden.

Im Hanbo-Jutsu wird der Hanbo, ein etwa 80 – 100 cm langer Holzstock, zum Zwecke der Selbstverteidigung im Nahkampf eingesetzt. Das Repertoire umfasst Schlag-, Stoß-, Hebel-, Würge-, Festlege-, Aufhebe- und Transporttechniken sowie Würfe. Hanbo-Jutsu ergänzt das zumeist waffenlose Training von Ju-Jutsu und Jiu-Jitsu.

Für die reale Selbstverteidigung könnte anstelle eines Hanbo z.B. auch ein Spazierstock oder Regenschirm eingesetzt werden.

Die zwei Prüfungskommissionen, bestehend aus vier Prüfern der Ju-Jutsu-Landesverbände Bayern und Württemberg, fragten im Prüfungsfach Vorkenntnisse zunächst stichprobenartig Techniken aus den vorangegangenen Gürtelprogrammen ab.  

Im Prüfungsfach Kata mussten alle Prüflinge die Pflicht-Kata für die DAN-Prüfung, die Hanbo-Kata „YONDAN“, demonstrieren. Danach noch eine andere Kata aus dem Schülerbereich.

Eine Kata ist eine vorgeschriebene Abfolge von Stellungen, Drehungen und Einzeltechniken. Bewertet wurden hier exakte Ausführung, sicherer Umgang mit dem Stock und Ausdrucksstärke.  

Danach ging es zur Selbstverteidigung. 50 unterschiedliche Angriffe, seien es Fass,- Würge-, Schlag-, oder Waffenangriffe mit Stock, Messer oder Kette mussten abgewehrt werden.   

Das letzte Prüfungsfach „Bunkai“ stellt eine besondere Form der Demonstration einer Kata dar. Hier erklärt und zeigt der Prüfling den Prüfern, wie er die Einzeltechniken der Hanbo-Kata „SHODAN“ nach seiner eigenen Vorstellung gegen Angriffe einsetzen könnte.

Nach fast sechs Stunden Prüfung zeigten sich die Prüfer sehr zufrieden und konnten den 23 Prüflingen aus Württemberg und Bayern zur bestandenen Prüfung gratulieren. Zusammen mit der Urkunde wurde auch der Schwarze Gürtel mit den japanischen Schriftzeichen (Kanji) für Hanbo-Jutsu überreicht.

Hanbo-Jutsu entwickelte sich vor mehreren Jahrhunderten auf Okinawa bzw. in Japan als Selbstverteidigungssystem der Bevölkerung. Damals war nur dem Adel das Tragen von Waffen gestattet. Der Hanbo diente der Bevölkerung als einfache Selbstverteidigungswaffe im Nahkampf. Heute ist der Hanbo eine Waffe in diversen Selbstverteidigungssystemen wie Kobudo, Ninjutsu, Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Taijutsu oder auch im Aikido. 

von links: Ralf Schadwinkel, Markus Reinold

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